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 Betreff des Beitrags: #895 Safe House (2012)
BeitragVerfasst: 2012-02-14 2:05 
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mySneak.de Team
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Registriert: 2002-10-06 14:10
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Hallo allerseits,
dann mache ich mal den Anfang - fĂŒr mich war "Safe House" leider kein Geburtstagsgeschenk; dafĂŒr braucht es mehr als einen Stapel Agentenfilmklischees garniert mit unĂŒbersichtlichen Wackelkamera-Actionszenen. Trotz der Hektik - und einer gewissen Handfestigkeit der Auseinandersetzungen habe ich mich bei dem englischsprachigen DebĂŒt des schwedischen Regisseurs Daniel Espinosa ĂŒber weite Strecken gelangweilt. Und Humor, der die Sache etwas auflockern könnte, fehlt leider völlig.

Schon die PrĂ€misse ist ziemlich abgeschmackt: das kleine CIA-Licht Weston (Ryan Reynolds) hĂŒtet ein seit einem Jahr unbenutztes Safe House in Kapstadt und fragt sich, ob das bereits das Ende seiner Laufbahn beim Geheimdienst sein könnte. Da stellt sich plötzlich der vor Jahren untergetauchte und auf eigene Rechnung arbeitende Ex-CIAler Frost (Denzel Washington) ausgerechnet in dieser Stadt seinen Landsleuten und wird zum Verhör in ebendieses Safe House gebracht. Von nun an geht es Schlag auf Schlag, denn Frost wird auch von anderen Leuten gesucht - und diese schrecken auch nich davor zurĂŒck ein Safe House anzugreifen. Ehe er so recht begreift, was mit ihm geschieht, muß Weston mit Frost im Schlepptau untertauchen, die unbekannten Angreifer dicht auf ihren Fersen. Und kann er seinen Vorgesetzten in Amerika (Sam Shepard, Vera Farmiga, Bendan Gleeson) wirklich trauen, oder verfolgen die auch eigene PlĂ€ne?

Ryan Reynolds mĂŒht sich nach KrĂ€ften und macht seine Sache als getriebener Actionheld auch ganz ordentlich, doch kommen seine StĂ€rken bei dieser Rolle natĂŒrlich ĂŒberhaupt nicht zum Tragen, zumal der Drehbuchautor auf Anspielungen, Kommentare und Nebenbemerkungen praktisch komplett verzichtet hat. Denzel Washington nimmt sich als Frost erfreulich zurĂŒck und verzichtet ĂŒber weite Strecken auf sein typisches Grinsen, kann der Figur aber auch nicht viel Leben einhauchen, zumal der Zuschauer ja ĂŒber weite Strecken im Unklaren darĂŒber bleiben soll, ob Frost wirklich böse ist. Die Nebenrollen sind noch stereotyper gezeichnet und bieten vor allem Farmiga und Gleeson wenig Arbeitmaterial an.

Dieser "Mut zum Verzicht" des Autoren Guggenheim (fĂŒr den "Safe House" sein erstes fĂŒrs Kino verfilmte Skript darstellt) beschĂ€nkt sich aber nicht nur auf die bei actionlastigen Filmen oft etwas dĂŒnne Charakterzeichnung - auch die Handlung besteht aus nicht mehr als ein paar Skizzen, die mit stapelweise Zweikampf-, Schußwechsel- und Verfolgungsszenen aufgefĂŒllt wurden. Fast 90 Minuten lang ist das Resultat eine nicht enden wollende Abfolge aus Kampf, Flucht und Verfolgung, die immer nur kurz durch Handlung unterbrochen wird, die im Wesentlichen fĂŒr einen Ortswechsel gut ist, bevor "Safe House" sich darauf besinnt, die Geschichte zu einem wie auch immer gearteten Abschluß zu bringen. Die "EnthĂŒllungen" die der Film vor allem in diesem erweiterten Showdown macht, sind dabei so offensichtlich, daß sie einen nur ĂŒberraschen können, wenn man noch nie Agentenfilme gesehen hat.

Damit dringen wir auch zum Kern des Problems vor: "Safe House" ist eine ungelenke Mischung von abgekupferten Einzelteilen, die man alle schonmal besser gesehen hat. Die Kampf- und Verfolgungsszenen waren bei "Bourne" besser, "From Paris with Love" hatte mehr Humor, die Twists waren in "Spy Game" oder neuer "Tinker Tailor" besser. Insgesamt kann ich "Safe House" daher nur eine 4+ geben und bestenfalls großen Fans der Hauptdarsteller lauwarm empfehlen.

Gruß
Kasi Mir

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 Betreff des Beitrags: Re: #895 Safe House (2012)
BeitragVerfasst: 2012-02-14 9:17 
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Auctioneer extraordinaire

Registriert: 2012-02-08 19:17
BeitrÀge: 13
I agree completely with Kasi Mir about the film. If anything, you are being too nice to this film. This may be the laziest script that I have ever seen filmed. The film can't even decide if it wants to be a right wing (Black Hawk Down) or left wing (Bourne) political statement. In the end, we find out that there are "bad apples" in an organization as noble as the CIA. I personally don't believe it is possible to make a film that it neutral about an organization like the CIA. Either you think they are saving the world from bad people or that they are the bad people.
In addition to the film sucking massively, the digital projection was terrible. Maybe we should consider going back to film projection unless we are using a digital beamer at a Kindergarten for blind children. The film looked like it was shot on film and then transferred to VHS. Actually that is probably being unfair to VHS.
To sum up, I feel like the anonymous powers that select films missed an opportunity to show something good on Kasi Mir's birthday. (Happy late birthday, by the way. I didn't have a chance to tell you yesterday). Just a suggestion, but the distributor could apologize to him by showing something less sucky next week.

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 Betreff des Beitrags: Re: #895 Safe House (2012)
BeitragVerfasst: 2012-02-14 9:32 
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Master of Ceremonies
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Registriert: 2002-10-07 14:51
BeitrÀge: 2058
Wohnort: Hamburg
So, der Kulturbanause muss den Film ein bischen besser bewerten, ich hatte zumindestens deutlich mehr Spass als letzte Woche, da drĂŒck ich schon mal ein Auge (oder beide) zu ;) Und klar, die Kritkipunkte KasiMirs treffen schon zu, den meisten stimme ich auch zu, nur dass es mir den Film nicht versaut hat. Irgendwie habe ich dem Rynolds seinen klĂ€glichen Van Wilder verziehen und sehe ihn derzeit eigentlich ganz gerne und rechne den Machern hoch an, dass dieser unkaputtbare Agent wenigstens am Ende wie ein Auto nach der Schrottpresse aussah und nicht nicht hochpoliert und frisch frisiert in jeder neuen Szene auflief (see Brosnan - James Brosnan :lol: )

Die Kampfszenen hatten den von mir nicht gemochten Parkinson-Charakter, waren aber relativ kurz gehalten (oder mit Atempausen), sodass es mir nicht ĂŒbertrieben störend daher kam. Die Autoverfolgungsszenen fand ich grandios, da arbeitete Stunt-, Schnitt- und Effektteam exzellent zusammen, dafĂŒr spreche ich mal ein Lob aus, das war ein echtes Highlight!

Ebenso konnte ich mich fĂŒr einige Bilder sehr begeistern, besonders hervorheben möchte ich mal die Fahrt zum zweiten Safe Haus ausserhalb, die von oben gefilmte Landschaft sahr spektakulĂ€r aus (rechts irgendwie bewachsen, Mitte Strasse, links Steppe - soweit ich mich erinnere). Die andere optisch mir sehr zusagende Szene war die Verfolgungsjagd ĂŒber die Containerwohnungen, da war Bewegung und Stunts gut koordiniert.

Nun zum Schauspiel: Ja, Rynolds lernt noch, aber ich denke, dass er die Rolle ganz gut dargestellt hat, eventuell ein wenig mehr Schmerz zeigen, sonst denkt man noch die Kratzer und Narben waren angeklebt :twisted: Denzel hat mir gut gefallen, besonders wenn er unter Druck ganz cool durch das Chaos marschiert ist, so mag ich ihn einfach. Ansonsten waren die anderen eher statistisches Beiwerk - schade um Gleason...

Die Story war nicht wirklich originell, das hatte ich aber auch nicht erwartet ;)

So komme ich zu einer glatten 2.

Der Film hÀtte bei mir auch eine 1 bekommen können, wenn das Ende so gewesen wÀr:
Spoiler:
die Freundin in der Schlussszene in Paris zieht eine Waffe und schiesst auf ihn - Schnitt - Nachspann.

_________________
Peace, Roughale (aka Roughoul or AROHYOUGEEAGEAYELEE)

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 Betreff des Beitrags: Re: #895 Safe House (2012)
BeitragVerfasst: 2012-02-14 10:02 
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mySneak Regular

Registriert: 2007-10-16 20:17
BeitrÀge: 148
Also, keine Ahnung, wie ich hier reagieren soll, weil euch allen drei ziemlich zustimme!

Aber wenn ich mich selbst zitieren darf:
Zitat:
(...) Ich guck mir Filme an, um ein bisschen dem normalen Leben zu "entfliehen". Das heißt fĂŒr mich eben Explosionen, Verfolgungsjagden, Elfen, Monster, Schießereien, Zeitreisen usw.


Explosionen, Verfolgungsjagden, Schießereien! :D

Ich kam gestern auch auf meine Kosten und vergebe deshalb auch eine 2!

_________________
ROW SIX REPRESENT!

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 Betreff des Beitrags: Re: #895 Safe House (2012)
BeitragVerfasst: 2012-02-14 11:22 
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Auctioneer extraordinaire

Registriert: 2012-02-08 19:17
BeitrÀge: 13
Rafaels Spoiler Ende wÀre in der Tat viel besser gewesen!

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 Betreff des Beitrags: Re: #895 Safe House (2012)
BeitragVerfasst: 2012-02-14 11:59 
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mySneak Regular

Registriert: 2006-09-14 9:06
BeitrÀge: 133
Wohnort: Hamburg
Ich fĂŒhlte mich auch gut unterhalten.

Story: klar es gab da nur eine im Hintergrund

Es waren aber gute Action zu sehen, du auch teilweise ĂŒberraschend kamen. Außerdem hatte mir die Darstellung von Frost gefallen:
Spoiler:
Eiskalt und keine unnötiges "am Leben lassen" oder ein "ich erzÀhle dir mal meinen Plan weil du gleich Tod bist".

_________________
I used to think that the brain was the most wonderful organ in my body.
Then I realized who was telling me this. -- Emo Phillips

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 Betreff des Beitrags: Re: #895 Safe House (2012)
BeitragVerfasst: 2012-02-18 9:19 
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mySneak Novice

Registriert: 2005-05-24 15:00
BeitrÀge: 37
Wohnort: Hamburg
Was soll man dazu noch sagen, wo doch alles gesagt wurde?! :wink:
Persönlich mag ich Reynolds ganz gern, von daher okay. Story und dergel wurden genug diskutiert, ich schließe mich dreisterweise mal an! Der Film war gefĂŒhlt wesentlich lĂ€nger, als es tatsĂ€chlich der Fall war und spĂ€testens das sagt so manches ĂŒber die QualitĂ€t aus.

Ich fand den Film mĂ€ĂŸig... hab schon wesentlich bessere, aber dementsprechend auch viel, viel schlechtere gesehen. :wink:
<- Der Titel hat mich ein wenig... gestört... "Housekeeper" hÀtte ich irgendwie passender gefunden... :wink:


... Aber durchaus, wenn der Film Roughale's Spoiler-Ende gehabt hÀtte,... ich glaube dann hÀtte ich ihn tatsÀchlich (vielleicht sogar "richtig") gut gefunden! :mrgreen:

_________________
God rocks! Und Klopapier hat auch GefĂŒhle! ... CRN 2012, ... das wird hammermĂ€ĂŸig ...
Und immer an den Strohhalm denken...!

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