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 Betreff des Beitrags: #0979 About Time
BeitragVerfasst: 2013-10-15 0:20 
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mySneak.de Team
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Wer Rachel McAdams schon immer mal
Zitat:
I'm not taking my pants off for Scotland!

ausrufen hören wollte, war heute im Passage-Kino am richtigen Ort - oder wünscht sich jetzt, in der Zeit zurückreisen und die Sneak nachholen zu können. Falls jemand tatsächlich der Zeitreise mächtig ist, so ist er herzlich eingeladen, bereits vorgestern auf diesen Artikel antworten und seine Meinung zu "About Time" kundtun; alle anderen dürfen selbstverständlich auch einfach die chronologische Reihenfolge einhalten. 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: #0979
BeitragVerfasst: 2013-10-15 9:13 
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Master of Ceremonies
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Der namkenlose Film? Ich bin der Meinung, ich habe About Time gesehen ;)

Ich war begeistert, der Film war so voll mit guten Ideen, guten und interessanten Charakteren und ausserdem super funktionierendem Humor. Ausserdem geht Bill Nighy immer - glatte 1 von mir dafĂĽr.

_________________
Peace, Roughale (aka Roughoul or AROHYOUGEEAGEAYELEE)

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 Betreff des Beitrags: Re: #0979 About Time
BeitragVerfasst: 2013-10-16 9:55 
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mySneak Aficionado

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Schönes RomComDrama. Für meinen Geschmack einen Tick zu lang, aber die Idee an sich war sehr gut umgesetzt.
FĂĽhlte mich gut unterhalten. Glatte 2

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 Betreff des Beitrags: Re: #0979 About Time
BeitragVerfasst: 2013-10-21 18:22 
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mySneak.de Team
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Hallo allerseits,
was für ein Etikettenschwindel! „About Time“ ist wieder mal einer dieser Filme, bei denen man die Marketingabteilung treten möchte, denn der bei uns gezeigte Trailer und vieles andere Werbematerial deutete darauf hin, daß es sich bei diesem Film um eine neue, typisch britisch-intelligente Romantic Comedy handelt, für die nicht zuletzt Regisseur Richard Curtis (teilweise als Autor) weltbekannt geworden ist. Doch tatsächlich ist der Film mehr eine philosophische Betrachtung über das Leben und die Natur der Zeit, die in eine typisch britische Komödie eingewickelt wurde. Mit einer Romantic Comedy hat das nur am Rande zu tun, eigentlich steht sogar die Beziehung zwischen Vater und Sohn mehr im Fokus als die zwischen den vorgeblichen Romantic Leads Tim (Domhnall Gleeson) und Mary (Rachel McAdams). Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen? - handelt es sich um einen sehr gelungenen Film, dem ich gerne eine glatte Zwei gebe.

Wie eigentlich immer bei Zeitreisegeschichten darf man die innere Logik der Zeitreisen nicht hinterfragen, da sich schnell Ungereimtheiten auftun. Obwohl einer meiner absoluten Lieblingsfilme („12 Monkeys“) ebenfalls um Zeitreisen gestrickt ist, bin ich ja schon lange der Ansicht, daß man das Konzept der Zeitreise nur entweder widersprüchlich oder total langweilig (weil keine Veränderung der ursprünglichen Zeitlinie möglich wäre) erzählen kann. Nimmt man die Art und Weise der Zeitreise hier aber einfach hin, so wird man relativ schnell feststellen, daß das Wie und Warum gar nicht so wichtig ist, da das Ganze einfach nur als erzählerisches Mittel genutzt wird, um eigentlich etwas ganz anderes zu erzählen.

Dabei kann man zunächst den Eindruck haben, daß dieses Andere die Liebesgeschichte des Neu-Zeitreisenden Tim ist, der die Liebe seines Lebens eines Abends per Zufall kennenlernt und dann seine Fähigkeit nutzt, um sie erst wiederzufinden und dann für sich zu gewinnen. Das ist durchaus lustig und hat so die eine oder andere kleinere Irrung und Wirrung aufzuweisen, bleibt aber im Endeffekt ziemlich undramatisch – praktisch jede Idee des Protagonisten funktioniert sofort, und die wenigen Stolpersteine können schnell und ohne großen Aufwand aus dem Weg geräumt werden. So ist es kein Wunder, daß das, was üblicherweise in einer Romantic Comedy erzählt wird, nicht einmal eine halbe Stunde dieses Zweistünders einnimmt. Auch stimmt zwar die Chemie zwischen dem nerdig-charmanten Tim und der eher zurückhaltenden Mary – beziehungsweise ihren Darstellern; für eine Romantic Comedy aber bleibt gerade Mary doch ziemlich oberflächlich gezeichnet. So erfährt man nur wenig über ihre Gedanken und Gefühle, sie weist auch über die RomCom-Phase des Film hinaus eher wenige Charaktereigenschaften auf. Zudem ist hier die Frage berechtigt, ob sich Mary wirklich in Tim verliebt, oder dieser nicht einfach nur aufgrund von – nennen wir es mal Insiderinformationen – den perfekten Traummann spielen kann. Wenn sich also jemand fragen sollte, warum es bei mir keine Eins geworden ist, der hat gerade den Grund dafür gelesen.

Doch „About Time“ ist ja im Kern gar keine Romantic Comedy, und auch keine SciFi-Komödie. Eigentlich sind die Zeitreisen nur ein Gimmick, ein Mittel zum Zweck, um die Moral von der Geschichte zu präsentieren, die man wohl grob mit „Lebe Dein Leben bewußt, sonst hast Du nichts davon“ zusammenfassen könnte. Dazu paßt, daß letztendlich keine der wesentlichen Wendungen der Geschichte ohne die Möglichkeit der Zeitreise signifikant anders verlaufen wäre (selbst das erste Treffen der Liebenden geschah ja ohne „temporäre Unterstützung“. Je länger der Film läuft – und Hochzeiten, Kinder, Unfälle und Krankheiten die Geschichte bereichern, ohne daß die Erzählung dabei in US-amerikanische Melodramatisierung umkippt – um so deutlicher wird, daß es nicht die durch Zeitreisen gegebene Möglichkeit ist, Dinge mehrmals durchzuspielen, die letztlich für Tims Glück verantwortlich ist, sondern die Beziehungen zu Mary, zu seinen Freunden und Verwandten. Dabei legt der Film hier nochmal besonderen Fokus auf die starken Bande, die Tim mit seinem Vater (Bill Nighy brilliant in der wohl zurückgenommensten Rolle, die er in den letzten 20 Jahren gespielt hat) verknüpfen. Auch wenn es hier gelegentlich etwas trocken sentimental wird – solche Momente sind typisch für Richard Curtis' Filme – rutscht der Film doch nie ins Kitschige ab, sondern bleibt seiner Linie, alles letztlich positiv und mit feinem Humor zu erzählen, treu.

Wer jetzt nach diesen Absätzen den Eindruck hat, der Film sei letztlich etwas abgehoben gefühlsduselig, dem sei versichert, daß dies ganz und gar nicht der Fall ist. Regisseur und Autor Curtis hat schon in früheren Werken („Love Actually“, „Bridget Jones“, „Four Weddings and a Funeral“ und mein persönlicher Favorit „Notting Hill“) unter Beweis gestellt, daß er ein Meister des flotten und oft knochentrockenen Humors ist; so ist auch „About Time“ gespickt mit lustigen Situationen und scharfzüngigen, zuweilen brüllen komischen Dialogen, und auch die lustigen kleinen Nebenhandlungen, hier um Tims Freunde sowie einen misanthropischen Bühnenautor (Tom Hollander) gestrickt, dürfen nicht fehlen. „About Time“ ist also im besten Wortsinne intelligente Unterhaltung, bei der das Eine nicht dem Anderen geopfert wird, und man am Ende des Films noch mit Denkanstößen aus dem Kino geht. Wenn das keine Zwei wert ist, dann weiß nicht, was sonst. ;-)

GruĂź
Kasi Mir

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