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 Betreff des Beitrags: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-05 0:28 
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"Anomalisa" ist der neueste Film aus der Feder von Charlie Kaufman, der uns Sneakern schon Werke wie "Being John Malkovich" (Sneak #0286) oder "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" (#0497) - fĂŒr das er den Drehbuch-Oscar erhielt - bescherte. Kaufman hat sich in den letzten Jahren rar gemacht, sein letzter Kinofilm "Synecdoche, New York" (auch sein RegiedebĂŒt) erschien bereits vor ĂŒber sieben Jahren. Zu dieser Zeit existierte "Anomalisa" bereits - allerdings nicht als Film, sondern als öffentlich aufgefĂŒhrtes Hörspiel. ZunĂ€chst sollte es auch dabei bleiben, dann jedoch reifte die Idee (genauer gesagt: Kaufman wurde dazu ĂŒberredet, was einige Zeit in Anspruch nahm), das Hörspiel als Stop-Motion-Animationsfilm umzusetzen. Damit ihm kein großes Studio reinreden konnte, bediente sich Kaufman der modernen Idee des Crowdfundings, was auch gelang; die Dialoge wurden dann von den gleichen Schauspielern wie beim Hörspiel (und nahezu unverĂ€ndert) eingespielt, nur als das von Lisa gesungene MusikstĂŒck mußte "My Heart will go On" aus LizensierungsgrĂŒnden durch "Girls Just Wanna Have Fun" ersetzt werden.

Hier ist der Trailer:



Wie hat Euch dieser etwas andere Animationsfilm gefallen? Was haltet ihr von der - sehr Kaufman-like - erzÀhlten Geschichte eines Buchautors auf Vortragsreise? Schreibt Eure Gedanken zu "Anomalisa" einfach als Antwort auf diesen Beitrag ins Forum.

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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-05 9:55 
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Kurz gefasst: So ein Scheiss!

Etwas lĂ€nger: Dieser Animationsstil hatte in der Machart durchaus etwas ansehbares, er war liebevoll ausgestattet, nur waren die geteilten Gesichter recht nervig, weil es andauernd so aussah, als ob die alle Brillen aufhatten... Auch wurde die gegen Ende aufkommende Hoffnung, dass man aus dem Gesichtabnehmen einen interessanten Twist vorgesetzt bekommt, leider nicht eingehalten. Das Ganze hĂ€tte man locker in 5-10 Minuten erzĂ€hlen können, viel mehr Inhalt gab es da nicht udn irgendwann wiederholten sich auch die Orte und auch das wurde langweilig. FĂŒr mich ganz klar eiun unnötig aufgeblasener Kurzfilm. Was den Kaufmann da getrieben hat, weiss ich nicht, aber das war ein heftiger Absturz in QualitĂ€t...

Das war niochts - 6, setzen!

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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-05 11:09 
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Roughale hat geschrieben:
... weil es andauernd so aussah, als ob die alle Brillen aufhatten...


+1

Als er sich den NasenrĂŒcken gerieben hat, hab ich immer gedacht: hat er die Brille jetzt abgenommen?!

Roughale hat geschrieben:
Auch wurde die gegen Ende aufkommende Hoffnung, dass man aus dem Gesichtabnehmen einen interessanten Twist vorgesetzt bekommt, leider nicht eingehalten.


+1

Ich warte immer noch auf die Auflösung. Irgendwie hab ich nicht kapiert, was der Film von mir wollte. Kommt da noch eine ErklÀrung?!

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Zuletzt geÀndert von rou am 2016-01-05 11:41, insgesamt 1-mal geÀndert.
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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-05 11:36 
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rou hat geschrieben:
Ich warte immer noch auf die Auflösung. Irgendwie hab ich nicht kapiert, was der Film von mir wollte. Kommt da noch eine ErklÀrung?!

Nö, da ist nicht mehr. EntÀuschung ist Programm.

Kaufman, der John Cage des Kinos? Kurzfilmhandlung, auf unendliche 90 Minuten, unertrĂ€glich lange 5400 Sekunden aufgeblasen. Nach öden 30 Minuten (muß man einen Mann im Hotelzimmer 3 Zigaretten und 2 GlĂ€ser Fusel lang ungeschnitten in einer Einstellung zeigen? Vielleicht mal das Seminar "Dramaturgie" erstes Semester Filmhochschule besuchen?) versprach der Film, als kurz die Maske wackelte, einen Twist zu nehmen, aber die EntĂ€uschung war bitterlich, ja Ă€rgerlich.

Fazit: Der Film ist Zeitverschwendung in jeder Hinsicht!

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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-05 11:43 
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rou hat geschrieben:
Roughale hat geschrieben:
Auch wurde die gegen Ende aufkommende Hoffnung, dass man aus dem Gesichtabnehmen einen interessanten Twist vorgesetzt bekommt, leider nicht eingehalten.
+1

+1

Ich bin einfach nur fassungslos.

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Die L. emma
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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-05 11:43 
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Die Stimmung und AtmosphÀre gefiel mir eigentlich. Auch dass der Film langsam war, wollte ich gelten lassen. Bis dann nichts mehr kam. 7,8 auf IMDB. Klar, das ist wieder Kunst. Man wird mir sagen: "Du hast den nur nicht verstanden". Stimmt.

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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-05 11:47 
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rou hat geschrieben:
7,8 auf IMDB

97% bei Rotten Tomatoes.

Ich glaube ich habe ihn schon verstanden. Das macht den Film aber nicht besser.

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Die L. emma
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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-05 13:00 
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Wer ĂŒbrigens noch wissen möchte, was hinter dem merkwĂŒdigen Namen des Hotels - und der Ähnlichkeit diverser Personen - abseits eines Kunstgriffes des Autors steckte, der kann sich diesen Wikipedia-Eintrag zu GemĂŒte fĂŒhren.

Gruß
Kasi Mir

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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-05 23:59 
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Auch wenn ich mit meiner Meinung hier jetzt ziemlich alleine dastehe: Ich fand den Film toll!

Wir mĂŒssen oft so eine gequirlte Sch**ße an immer gleichen RomComs angucken. DAS war mal ein origineller Film mit einem wirklichen Anti-Helden, der mit sich und seinen Lebensentscheidungen so richtig unzufrieden ist. Ein Film, der sich nicht zu schade ist eben keine 100% Hochglanz-Optik zu bieten, sondern halt die produktionsbedingten Furchen nicht per CGI rauszurechnen. Und ein Film, da werde ich wahrscheinlich jetzt einen Shitstorm ernten, der mit Puppen IntimitĂ€t und NĂ€he besser und ehrlicher darstellt als was uns Hollywood sonst so gerne auftischt.
Ja, es war in Teilen irgendwie merkwĂŒrdig.
Ja, der Film war teils auch unfreiwillig komisch.
Egal. Mich hat er fasziniert. Basta.
2+

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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-06 9:42 
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noidea hat geschrieben:
DAS war mal ein origineller Film mit einem wirklichen Anti-Helden, der mit sich und seinen Lebensentscheidungen so richtig unzufrieden ist.
Ja, Du hast völlig recht, ich stimme Dir in allen Punkten 100% zu.

Wenn der Film kĂŒrzer gewesen wĂ€re...

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Die L. emma
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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-06 10:47 
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Also zu einem Shitstorm sehe ich hier keinen Anlass, das ist doch Geschmacksache und gibt doch eher Anlass zur Freude, dass nicht alle den Film so schlecht fanden - also ich freu mich drĂŒber! 8)

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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-06 10:53 
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Großartiger Film!

Der Film zog sich wirklich bis zu dem Punkt, an dem bei mir der Groschen fiel und daraus ein "Psycho-Horror-Streifen" wurde, der mich wirklich gepackt hat. Ich habe selten eine brutalere Darstellung von Depression gesehen: Der ausweglose Frust mit den ewig gleichen Routinen, die MĂŒhsal des Austauschs der sich immer wiederholenden Kommunikationsfloskeln, bis hin zu dem nur kurzen Funken Hoffnung auf GlĂŒck, der schnell wieder unter dem grauen Brei des AlltĂ€glichen erlischt (ein gemeinsames FrĂŒhstĂŒck reicht...). Die am Ende nur als Behauptung wahrgenommene Liebe der Familie und Freunde ist dann folgerichtig fĂŒr den Helden nichts als ein schales Echo. Hammerhart.

So einen Film muss man nicht mögen und er darf sogar quĂ€len (auch und gerade durch die oben kritisierten langen Einstellungen, die ĂŒbrigens ein dramaturgisches Mittel sind - lernt man aber vielleicht erst im 4. Semester Filmhochschule ^^)

Über die Bedeutung der Traumsequenz und der japanischen Puppe grĂŒble ich noch - aber das sehe ich eher positiv.

FĂŒr die kompromisslose Konsequenz der ErzĂ€hlung vergebe ich im Nachgang eine 1 - auch wenn der Film wahrlich kein VergnĂŒgen war.

Flotte Restwoche - Thufir

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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-06 11:08 
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Wohnort: Hamburg
emma hat geschrieben:
noidea hat geschrieben:
DAS war mal ein origineller Film mit einem wirklichen Anti-Helden, der mit sich und seinen Lebensentscheidungen so richtig unzufrieden ist.
Ja, Du hast völlig recht, ich stimme Dir in allen Punkten 100% zu.

Wenn der Film kĂŒrzer gewesen wĂ€re...

Exakt - mir war der Film, gerade auch im Vergleich zu anderen Kaufman-Skripten wie "Eternal Sunshine" oder "Adaptation.", einfach zu inhaltsleer fĂŒr 81 Minuten. Das Setting (gerade auch die verstörende KĂŒnstlichkeit und die Gleichartigkeit aller Personen um Michael Stone herum, die ja im Nachhinein auch erklĂ€rbar ist), die Puppen, die Darstellung/Animation, das alles fand ich durchaus gelungen. Im Endeffekt wirkt "Anomalisa" auf mich aber wie ein ĂŒberlanger Sketch mit einer einzigen Pointe - deswegen habe ich dem Film ja auch nur eine Drei gegeben, wie man hier unter [url="http://mysneak.de/moviemain.php"][Movies][/url] sehen kann. Soweit ich das im Internet recherchieren konnte, war das Hörspiel, auf dem das StĂŒck basierte, wohl etwa 50-60 Minuten lang (auch dort schon mit Musikstrecken von Carter Burwell unterfĂŒttert). Die zusĂ€tzliche LĂ€nge (die wohl hauptsĂ€chlich durch dialogfreie Sequenzen entsteht) hilft der Geschichte meiner Ansicht nach ĂŒberhaupt nicht, eigentlich hĂ€tte ich es eher noch etwas kĂŒrzer dehalten.

Da halt zwischendurch immer wieder nichts passiert (das mag dramaturgisch gewollt sein, man muß dann aber auch damit leben, wie es beim Zuschauer ankommt), hat man genug Zeit, sich ĂŒber die Depression der Hauptfigur (und spĂ€ter dann auch ĂŒber seine Wahnvorstellungen) Klarheit zu verschaffen. Danach ist es irgendwie nur noch Wiederholung, gerade die letzten 20 Minuten zogen sich wie Kaugummi. Deswegen gibt es von mir keinen Verriss, aber eine Eins oder Zwei kann ich dem Film allein schon im Vergleich zu "Being John Malkovitch" oder den beiden ober erwĂ€hnten Werken nicht geben.

Gruß
Kasi Mir

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 Betreff des Beitrags: Re: #1094 Anomalisa
BeitragVerfasst: 2016-01-06 11:17 
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Thufir hat geschrieben:
So einen Film muss man nicht mögen und er darf sogar quĂ€len (auch und gerade durch die oben kritisierten langen Einstellungen, die ĂŒbrigens ein dramaturgisches Mittel sind - lernt man aber vielleicht erst im 4. Semester Filmhochschule ^^)
Keine Sorge, man muss weder auf der Filmhochschule 4 Semester durchgehalten haben noch Psychologie studiert haben - so subtil wars nun auch wieder nicht, im Gegenteil, mir kams teilweise wie Vorschlaghammer vor. Aber: nur weil man all das verstanden hat muss man den Film noch lange nicht gut finden. Mir war das alles klar, es war auch wirklich alles wunderschön gemacht, das kann ich nicht oft genug wiederholen - aber 90 Minuten waren imho nach zu lang, dabei bleibe ich. Das hat mir den Film kaputt gemacht, gerade WEIL ich wusste worauf es hinauslaufen soll. FĂŒr mich am Ziel vorbei geschossen.

Aber als die-hard Kaufmann Fan freue mich ĂŒber jeden, dem der Film gefallen hat ;-) Meiner war's nicht...

Nachtrag: das was der Kasi Mir sagt....

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Die L. emma
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