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celebrating 18 years of cinematic surprises

fanpage der traditionellen englischsprachigen sneak preview in hamburg

immer montags um 20:30 Uhr im passage-kino an der mönckebergstraße

Sneak Cinema
[Passage-Kino]
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Wie bewertet Ihr "Snitch" (2013)?
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Version 2.08
OV in HH
(Auswahl aktueller Filme
in engl. Originalfassung)

23. - 29. Mai

CinemaxX Dammtor
"Fast & Furious 6"
Do, Fr 20:15

CinemaxX Dammtor
[3D] "The Great Gatsby" (2013)
Mo 17:00
Sa, So, Di 20:15

CinemaxX Dammtor
[3D] "Star Trek Into Darkness"
Mo 20:15

Abaton
[3D] "The Great Gatsby" (2013; OmU)
So 14:00
Do, Fr, Mo-Mi 19:45
Sa, So 20:00

Abaton
"The Great Gatsby" (2013; OmU)
Do, Fr, Mo, Di 16:45
Sa, So 17:00
Do-Mi 22:45

Abaton
"Stoker" (OmU)
Mo 22:30
Fr 23:00

Abaton
"Side Effects" (OmU)
Do-Mo 21:45
Mi 22:30

Studio-Kino
"Stoker"
So, Mo 21:15

Studio-Kino
"Star Trek Into Darkness"
So, Mo 20:30

Zeise
"The Great Gatsby" (2013; OmU)
Do-Sa, Mo, Mi 22:30

Movies 2013

Hier sind alle Filme aufgelistet, die dieses Jahr in der Sneak Preview gezeigt wurden. Die Kommentare und Bewertungen des mySneak.de-Teams spiegeln, anders als bei vielen anderen Kinokritiken, die subjektive Meinung des jeweiligen Autors (direkt nach dem Besuch der Sneak) wieder. Andere Ansichten sollen auch 'Gehör' finden! Darum macht mit beim Zuschauer-Voting (rechts) und schreibt Eure Meinung über den zuletzt gezeigten Film ins Forum (oder lest, was Andere zu sagen haben).

Filme früherer Sneakjahre sind im Movie-Archiv zu finden.

Film Wertungen
#959 20. Mai
"Snitch" (2013) (... - Ein riskanter Deal) 17 Tage vor Bundesstart
John Matthews (Dwayne Johnson) geht es nicht schlecht, er hat eine Baufirma, eine kleine Tochter und liebende Ehefrau. Doch als sein Sohn Jason (Rafi Gavron) aus heiterem Himmel verhaftet wird und einer langen Strafe wegen Drogenbesitzes entgegensieht, gerät sein Leben aus den Fugen. Er versucht verzweifelt, seinem Sohn - der offenbar von einem Freund im Gegenzug für Straffreiheit ans Messer geliefert wurde - zu helfen, doch die Staatsanwältin (Susan Sarandon) ist knallhart. Nur, wenn Jason jemand anderen verrät, kann seine Strafe reduziert werden - doch Jason kennt sonst niemanden im Drogengeschäft und will auch niemanden so hereinlegen, wie es ihm ergangen ist. In die Ecke Gedrängt, faßt John einen gefährlichen Plan: er will auf eigene Faust einen echten Drogendealer in die Falle locken - in dem er versucht, ein fingiertes Geschäft anzuleiern...
"Snitch" basiert sehr lose auf der Geschichte von James Settembrino, die eigentlich eine Kritik an den mandatorischen Mindeststafen für Drogenvergehen (die hauptsächlich kleine Fische, zuweilen sogar naive Opfer von professionellen "Fallenstellern" betreffen) und die ignorante Handhabung solcher Fälle durch die Stafverfolgungsbehörden ist. Davon bleibt in Ric Roman Waughs Version nicht viel übrig, denn der Spielfilm kratzt hier nur ein wenig an der Oberfläche und ändert die Details der Handlung soweit ab, daß diese kaum nicht effektive Kritik enthält. Allerdings wird auch kein typisches "The Rock"-Action-Brimborium veranstaltet, der Film läuft bis kurz vor Schluß ohne große Action-Elemente. Ein Film ohne alles, könnte man sagen, denn die Geschichte des "Spitzels" bleibt auch ohne Ramba-Zamba wenig stimmig und glaubwürdig, und die Grenzen des Schauspiels von Mr. Johnson treten deutlich zu tage. Insgesamt zäh und wenig überzeugend. (Kasi Mir)
Roughale:

Kasi Mir:

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#958 13. Mai
"The Place Beyond the Pines" 31 Tage vor Bundesstart
Episodengeschichte von Derek Cianfrance ("Blue Valentine") über mehrere miteinander verbundene Schicksale in der Kleinstadt Scenectady (Mohawk für "bei den Pinien" ist), NY. Roughale:

Kasi Mir:


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41% sehr gut
23% gut
15% nett
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4% schwach
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(104 Stimmen)
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#957 6. Mai
"Smashed" (2012) 3 Tage vor Bundesstart
Kate (Mary Elizabeth Winstead) und Charlie (Aaron Paul) haben es eigentlich recht nett; das junge Ehepaar lebt in einem von seinen Eltern bezahlten Haus, es fehlt ihnen an nichts. Charlie schreibt hier und da mal über Musik, Kate ist Grundschullehrerin, und gemeinsam verbringt man die Freizeit mit Freunden, Parties, Konzerten, und vor allem viel Alkohol. Kaum ein Abend vergeht, an dem die beiden nicht sturzbetrunken ins Bett fallen; doch nach und nach merkt Kate, daß nicht alles eitel Sonnenschein ist, denn sowohl ihr Körper als auch ihre immer waghalsigeren Aktionen im Suff machen ihr Sorgen, und im Alltag wird es immer schwerer, ihren exorbitanten Alkoholkonsum zu verbergen. Auf Anregung eines Arbeitskollegen beginnt sie schließlich, zu den Anonymen Alkoholikern zu gehen und hört mit dem Trinken auf. Charlie und ihre gemeinsamen Freunde hingegen machen weiter wie bisher, was nach und nach für Spannungen zwischen den Eheleuten sorgt - denn die nüchterne Kate sieht nun, wie wenig sie eigentlich von ihrem Ehemann hat...
"Smashed" versucht den Drahtseilakt, die Folgen von Abhängigkeit nicht unter den Tisch zu kehren, ohne dadurch gleich belehrend oder zappenduster zu wirken, und so ist der Film in Tonlage und Handlungsbogen auch meilenweit von Trinkerepen wie "Leaving Las Vegas" entfernt, ja sogar über weite Strecken bodenständig und humorvoll. Winstead selbstbewußte, dezente Darstellung der Kate trägt dazu bei, daß der Film nicht ins Theatralische oder Melodramatische ausschlägt. Allerdings bleibt der Film bei der Darstellung der Probleme von Alkoholikern auch - zum Teil aufgrund der exorbitant kurzen Laufzeit von nur 73 Minuten (ohne Abspann) - auch eher an der Oberfläche und zeigt und mit Kate einen Fall, der z.B. unter Entzugserscheinungen oder Versuchungen durch den weitertrinkenden Freundeskreis praktisch nicht zu leiden hat. Insofern macht es sich "Smashed" etwas einfach, man hätte hier sicherlich mehr wagen können. (Kasi Mir)
Roughale:

Kasi Mir:


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3% sehr gut
22% gut
36% nett
23% mäßig
13% schwach
3% schlecht
(92 Stimmen)
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#956 29. April
"Stoker" 10 Tage vor Bundesstart
Im Hause Stoker herrscht Trauer, denn das Familienoberhaupt Richard (Dermot Mulroney) ist ausgerechnet am 18. Geburtstag seiner Tochter India (Mia Wasikowska) durch einen tragischen Unfall verstorben. Auf der Beerdigung erscheint überraschend Richards Bruder Charlie (Matthew Goode) auf, den India noch nie gesehen hat und auch ihre Mutter Evelyn (Nicole Kidman) nur aus Erzählungen kennt. Charlie, zurück aus Europa, ist charmant und weltgewandt und hinterläßt schnell Eindruck bei der nicht allzu sehr trauernden Witwe. India hingegen, die ein eher eigenbrötlerisches Dasein führt, gern Tiere ausstopft und mit ihrem Vater gerne zum Jagen unterwegs war, mißtraut dem jovialen Verwandten, mit dem trotzdem irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Auch diejenigen in der Familie (und im Haushalt), die Charlie von früher kennen, scheinen irgendwie seltsam besorgt zu sein. Und dann verschwindet die langjährige Haushälterin spurlos...
Ich bin ja ein erklärter Fan des erzählenden Kinos, doch für so ein Werk wie "Stoker" vergesse ich gerne mal meine Präferenzen. Dialogarm, doch bildgewaltig erzählt Koreas Kultregisseur Park Chan-wook in seinem englischsprachigen Debut im Kern die Geschichte des Erwachsenwerdens von India, für die das Auftauchen des mysteriösen Onkel Charlie so etwas wie der Katalysator ist, sich ihrer selbst bewußt zu werden. Dabei muß man Geduld haben, den die Rahmenhandlung schreitet eher bedächtig voran, so daß man genug Zeit hat, die Entwicklung der Story im Voraus zu erahnen. Doch hier ist der Weg das Ziel, die vielen kleinen Szenen, mit denen Park Indias Enthüllung der Familiengeschichte (und damit ihrer eigegen Gefühls- und Gedankenwelt) in oft bildschöner Morbidität fotografiert und mit Schnitten, Einstellungen und Kompositionen für eine geradezu bizarr anmutende wohlig-ungemütliche Atmosphäre sorgt, ist die Geduld allemal Wert. (Kasi Mir)
Roughale:

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32% sehr gut
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#955 22. April
"Side Effects" 3 Tage vor Bundesstart
Emily (Rooney Mara) hat es in den letzten Jahren nicht leicht gehabt, denn sie mußte das Luxusleben gegen eine bescheidene Behausung aufgeben und diese allein bewohnen. Grund dafür waren die beruflichen Erfolge des Ehemanns (Channing Tatum), die auf Insiderhandel basierten und ihn ins Gefängnis brachten. Nun ist seine Strafe verbüßt, doch Emily ist in ihren dunklen Gedanken gefangen und sieht keinen Ausweg. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch wird sie vom Psychiater Dr. Banks (Jude Law) behandelt, der eine Reihe von Mitteln ausprobiert, bis schließlich eines ihr Gemüt sichtlich aufhellt. Allerdings nicht ohne Nebenwirkungen, denn Emily beginnt plötzlich schlafzuwandeln, und zwar mit tragischen Konsequenzen für sie und Dritte, die auch die Karriere von Dr. Banks aus der Bahn zu werfen drohen...
"Side Effects", der nach seinen Angaben vielleicht letzte Kinofilm von Stephen Soderbergh, beginnt als leicht gesellschaftskritische Geschichte über psychische Erkrankungen und die freigiebige Verschreibungspraxis in Sachen Psychopharmaka, die von der Industrie nach Kräften gefördert wird - doch irgendwie bleibt der Film hier doch sehr oberflächlich und beläßt es bei einer sehr groben Skizze des Status Quo. Fast fragt man sich schon, was Soderbergh eigentlich bezwecktm da beginnt der Film zunächst unmerklich, dann immer deutlicher in ein völlig anderes Genre zu kippen. Diese zweite Hälfte ist wesentlich besser gelungen und leidet nur etwas darunter, daß zu Anfang soviel Zeit für Einführendes verbraucht wurde, was nun bis auf Kleinigkeiten komplett fallengelassen wird. Zuschauer, die sich nicht gerne von einem Film hereinlegen lassen, sollten "Side Effects" also fernbleiben, Hitchcock hätte jedoch zumindest der Twist - wenn nicht gar die ganze zweite Hälfte des Films - bestimmt gefallen. (Kasi Mir)
Roughale:

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(83 Stimmen)
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#954 15. April
"The Guilt Trip" (2012) (Unterwegs mit Mum) 3 Tage vor Bundesstart
Andy (Seth Rogen) hat fünf Jahre an einem umweltfreundlichen, ungiftigen Reinigungsmittel gearbeitet und will seine Erfindung nun zu Geld machen. Dazu fährt er durchs ganze Land und bietet "Scioclean" bei Kaufhausketten und Versandhändlern an. Seine Tour beginnt in New York, wo er die Gelegenheit nutzt, seine Mutter Joyce (Barbra Streisand) zu besuchen, die nie um einen guten Rat verlegen ist, ihren Sohn aber häufig in Verlegenheit bringt. Als er erfährt, daß Joyce einer alten Jugendliebe nachtrauert, die nun in San Francisco lebt, beschließt er, die beiden wieder zusammen zu bringen, und lädt seine Mutter ein, ihn bei seiner Tour durch Amerika zu begleiten. Dabei erweist sich Joyce als nicht gerade verkaufsfördernd...
Nanu, ein Seth-Rogen-Film fast ohne Flüche (und Drogen)? Das gibt es offenbar tatsächlich, und während die ersten 15-20 Minuten mit der dauerquasselnden Joyce nur schwer zu ertragen sind, fängt sich der Film von Regisseurin Anne Fletcher ("Step Up", "27 Dresses", "The Proposal") und Autor Dan Fogelman ("Crazy, Stupid, Love.") dann etwas und entwickelt sich nicht zum Buddy-Roadmovie (siehe "Identity Thief"), sondern zur einer nicht mal so flachen Mutter-Sohn-Dramedy. Dabei kann vor allem Barbra Streisand ihrer Figur den nötigen Tiefgang verleihen, um die meist schrägen, aber nicht absurden (siehe "Identity Thief") Comedy-Momente zu erden und die doch ziemlich konstruierte und wenig originelly Story etwas aufzupeppen. Insgesamt ansehbar, wenn auch etwas langatmig. (Kasi Mir)
Roughale:

Kasi Mir:


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(90 Stimmen)
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#953 8. April
"Mama" (2013) 10 Tage vor Bundesstart
Jeffrey (Nikolaj Coster-Waldau) sind offensichtlich alle Sicherungen durchgebrannt: nachdem er in seiner Firma ein Blutbad angerichtet und auch die Ex-Frau getötet hat, entführt er seine Kinder und flieht mit diesen ohne konkretes Ziel. Schließlich landet der Fluchtwagen im Straßengraben und die Restfamilie in einer verlassen Hütte im Wald. Dort ist Jeffrey drauf und dran, auch noch den Rest seiner Familie dahinzumeucheln, doch eine schattenhafte Gestalt beschützt die Kinder und tötet den Amokläufer. Fünf Jahre verbringen die Kinder "allein" im Wald, bis sie schließlich gefunden und in die Obhut ihres Onkels Lucas (auch Coster-Waldau) und dessen wenig begeisterter Freundin Annabel (Jessica Chastain) verbracht werden. Die Kinder gewöhnen sich nur sehr zögerlich an das Leben in der Zivilisation, und gegenüber Familie und Therapeuten sprechen sie immer wieder von ihrer "Mama", ihrer Beschützerin im Wald. Diese ist jedoch kein Produkt kindlicher Phantasie, und sie folgt ihren Ziehkindern in das beschauliche Heim von Lucas und Annabel, wo es bald sehr gefährlich wird...
Von der schauspielerischen Leistung und der Kameraführung her kann man "Mama" eigentlich wenig vorwerfen, doch leidet das Erstlingswerk von Andrés Muschietti mit zunehmender Laufzeit immer mehr an geradezu prototypischen Schwächen des Horrorgenres - zu viele der Hauptfiguren müssen zu viele unsinnige Dinge tun, damit der Film auch nur in die Nähe seines wenig überzeugenden Showdowns gelangen und seine vorhersehbaren "Überraschungen" präsentieren kann. Sicherlich noch einer der besseren Horrorfilme der letzten Jahre, doch trotzdem mit weniger Licht als Schatten gesegnet - und ich meine das nicht im optischen Sinne. ;-) (Kasi Mir)
Roughale:

Kasi Mir:


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(81 Stimmen)
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#952 1. April
"I Give It a Year" (Das hält kein Jahr...!) 17 Tage vor Bundesstart
Diese etwas andere Romantic Comedy beginnt mit dem sonst üblichen Happy End: Nat (Rose Byrne) und Josh (Rafe Spall) geben sich das Ja-Wort und leben glücklich bis and Ende ihrer... Denkste. Bereits ein Dreivierteljahr später sieht man die Beiden beim Eheberater, denn sie haben im Alltag schnell gemerkt, daß sie eigentlich völlig verschieden sind. Josh ist ein in den Tag hineinlebender, Schriftsteller mit kindischen Allüren, Nat eine mikromanagende Werbefrau mit Sinn für die feinen Künste. Dazu kommt, daß Josh immer noch mit seiner früheren Freundin Chloe befreundet ist - und Nat einen attraktiven Clienten (Simon Baker) kennenlernt mit dem schnell die Funken sprühen. Können Sie trotzdem ihre Ehe retten - und ist das überhaupt sinnvoll?
Die vorausgegangene Frage ist im Film eigentlich keine - sehr schnell ist klar, wo die Sache eigentlich hingehen soll, so daß man lange Zeit darauf wartet, daß die Charaktere endlich die Realität anerkennen. Die Zeit verkürzt der Film mit diversen Comedy- und Slapstickmomenten, die die gesamte Bandbreite britischen Humors von Monty Python bis Ali G. abdeckt. Das funktioniert mal besser, mal schlechter, gerade viele der aufgedreht und aggressiv komischen Nebenfiguren stören aber etwas den trockenen Tonfall der Haupthandlung. Insgesamt ist das ganze recht unterhaltsam, aber nicht immer stimmig. Romantic Comedies zu drehen ist halt nicht so einfach, wie es meist aussieht. (Kasi Mir)
Roughale:

Kasi Mir:


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(69 Stimmen)
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#951 25. März
"Identity Thief" (Voll abgezockt) 3 Tage vor Bundesstart
Sandy (Jason Bateman) steht kurz vor dem beruflichen Durchbruch, der auch finanziell sehr willkommen wäre, ist seine Frau (Amanda Peet) doch zum dritten Mal schwanger. Doch eines Morgens ist seine Kreditkarte gesperrt, und bevor er den Grund dafür aufklären kann, wird er auch noch festgenommen - wegen Vergehen, die er mehrere Bundesstaaten entfernt verübt haben soll. Schnell ist klar: hier liegt ein Identitätsdiebstahl vor, doch bis die Betrügerin, die seinen Namen nutzt, gefaßt ist, läuft er immer wieder Gefahr in das Visier von Ermittlungen zu geraten. Dies gefährdet seinen neuen Job, und so macht sich Sandy schließlich auf den Weg nach Florida, um seine Namensdiebin selbst dingfest zu machen. Diane (Melissa McCarthy) hat jedoch keine Absicht, sich fangen zu lassen - und außerdem ist er nicht der Einzige, vor dem sie auf der Flucht ist...
Ja, die Handlung ist genauso an den Haaren herbeigezogen, wie es in der Zusammenfassung klingt - und damit nicht genug, stapelweise Fremdschäm-Momente und überlange Exkurse in Brachialkomik pflastern den Weg von Sandy und Diane quer durch die USA. Leider ist der Film dabei viel harmloser, als man anhand des Setups hoffen kann, und versucht die Antagonistin zur Protagonistin zu machen. Viel geschmackloser Leerlauf, wenig komödiantische Substanz - diesen Film kann man getrost auslassen. (Kasi Mir)
Roughale:

Kasi Mir:


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(82 Stimmen)
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#950 18. März
"Spring Breakers" 3 Tage vor Bundesstart
Die religiöse Faith (Selena Gomez) sowie ihre White-Trash-Sandkastenfreundinnen Candy (Vanessa Hudgens), Brit und Cotty wollen unbedingt auf eine der berüchtigten "Spring Break"-Parties nach Florida, doch leider reicht das gesparte Geld nicht aus. Während Faith resigniert, rauben die anderen drei kurzerhand ein Fast-Food-Restaurant aus und schon geht es ab zu Drogen, Parties und anderen Verfehlungen. Schließlich werden sie von der Polizei als Drogenbesitzer aufgegriffen, doch zu diesem Zeitpunkt haben sie bereits die Aufmerksamkeit des Rappers und Gangsters Alien (James Franco) erregt. Alien zahlt die Kaution und lädt die Damen in sein Reich aus Geld, Drogen und Schußwaffen ein - eine große Versuchung...
Harmony Korine gilt als Entfant Terrible des US-Independenfilms - der Autor von "Kids" (Sneak #54) und "Ken Park" (#502) zieht hier u.a. über die Oberflächlichkeit der US-Jugend her, indem er Exzesse jeder Art mit Statements über Selbstfindung und Charakterentwicklung konterkariert. Doch minutenlang passiert einfach gar nichts außer Party, Party, Party (mal mit Dubstep-, mal mit Chillout-Musik unterlegt) - und in der zweiten Hälfte mit dem bizarren Auftritt von James Franco als Idioten-Philosoph Alien (der als echter Gangster keine fünf Minuten überlebt hätte) scheint es nur noch um absurde Wort-Bild-Handlungskompositionen zu gehen. Fancos Performance von Britney Spears' "Everytime" werde ich so bald nicht vergessen - doch empfehlen kann ich den Film nicht. (Kasi Mir)
emma:

Roughale:

Kasi Mir:


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4% gut
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14% schwach
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(114 Stimmen)
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#949 11. März
"This is 40" (Immer Ärger mit 40) 3 Tage vor Bundesstart
Debbie (Leslie Mann) und Pete (Paul Rudd) - wir kennen die beiden bereits als Ehepaar aus "Knocked Up" (Sneak #657) - sind nun seit 14 Jahren zusammen, und für beide nähert sich ein wichtiges Datum: sie werden 40. Das gemeinsame Eheleben hat sich eingespielt, sie haben zwei aufgeweckte Töchter - die häufig zum unpassendsten Moment in die traute Zweisamkeit platzen. Doch das Leben ist nicht nur eitel Sonnenschein. Petes Plattenlabel läuft schlecht, sein Vater pumpt ihn ständig um Geld an, was Debbie total auf die Nerven fällt, die ihrerseits praktisch keinen Kontakt zu ihrem Vater hat, und ihren Zeiten als coole, junge Frau nachtrauert.
"This is 40" ist eine Komödie von Judd Apatow, was man an Ton und Stil sowie an der Kombination von herzlicher charakterzeichnung mit zuweilem derbem Humor erkennen kann. Der Film hat auch eine eher lose Rahmenhandlung, die sich um Differenzen dreht, die das Anfangsstadium von Eheproblemen darstellen könnten; dazu kommen die Midlife-Krisen der Charaktere, die so dramatisch auch nicht werden. Doch die meisten Episoden, die der Film aneinanderreiht, sind unterhaltsam und geben einen wahren Kern über den Alltag viele langjähriger Beziehungen wieder. Zwei Stunden hätte der Film nicht wirklich lang sein müssen - der Supblot um Megan Fox's Deis z.B. ist für die völlig überflüssig - aber insgesamt ist es doch eine erfreuliche, bodenständige Komödie. (Kasi Mir)
emma:

Roughale:

Kasi Mir:


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6% sehr gut
44% gut
30% nett
7% mäßig
11% schwach
2% schlecht
(96 Stimmen)
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- Vor dem 11.3.2013 fand die Sneak immer im Streits-Filmtheater statt -
#948 4. März
"Hitchcock" 10 Tage vor Bundesstart
Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins) ist nach "North by Northwest" auf der Höhe seines Erfolges, doch im Hollywood-Studiosystem der 1950er heißt das nicht viel. Auf der Suche nach Inspiration gerät er an den Roman "Psycho" und ist sofort fasziniert. Er will das Buch in seinen nähchsten Film adaptieren, doch die Studiobosse sind nicht so begeistert ein Horrorthriller über einen Killer in Frauenkleidern, wer will sich das anschauen? So beschließt Hitchcock, den Film selbst vorzufinanzieren - und zieht damit auch seine Frau Alma (Helen Mirren) mit in die Verantwortung, steht doch plötzlich das gemeinsame Heim auf dem Spiel. Die Produktion von "Psycho" wird ihnen viel abverlangen, und Hitchcock ist sich zwischendurch nicht sicher, ob er wirklich einen Film machen kann, den Leute auch sehen wollen...
Eigentlich ist "Hitchcock" 'nur' ein Biopic - doch die erstklassigen Darstellungen vor allem von Helen Mirren und Anthony Hopkins, gepaart mit einer sehr realistischen und glaubwürdigen Darstellung der ausgehenden 1950er Jahre und einem mit schaftzüngigen Bemerkungen gespickten Drehbuch machen den Film zu einem hochgradig unterhaltsamen und sehenwerten Biopic. Ein sehr schöner, würdiger Abschied von der Sneak im Streits. (Kasi Mir)
emma:

Roughale:

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(99 Stimmen)
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#947 25. Februar
"Hansel & Gretel: Witch Hunters" (Hänsel & Gretel: Hexenjäger) 3 Tage vor Bundesstart
Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) verliefen sich im Wald. Da war es so finster und auch so bitter kalt. Sie kamen an ein Häuschen aus so viel Zuckerwerk, dass Hänsel sich Diabetes holt. Die dort lebende Hexe wird erschlagen und wenn sie nicht gestorben sind dann bekämpft das Geschwister Duo heute noch böse Hexen. Gegen Bezahlung versteht sich.
Mehr gibt's dazu nicht zu sagen. Eine Was-wäre-wenn Geschichte incl. Versuch in die Tiefenpsychologie mit viel Geld für Effekte aber keins für einen Drehbuchautor. Hübsch anzusehen, aber auch das langweilt auf Dauer. (emma)
emma:

Kasi Mir:


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#946 18. Februar
"Safe Haven" (2013) (... - Wie ein Licht in der Nacht) 17 Tage vor Bundesstart
Als Kate (Julianne Hough) eines Tages im Kleinstadtnest Southport an der amerikanischen Ostküste auftaucht, ahnt niemand dort, daß sie sich tatsächlich auf der Flucht befindet; sie läßt sich in dem Touristenort nieder, arbeitet als Kellnerin in einem örtlichen Restaurant und zieht in ein baufälliges Haus am Ortsrand, wo weit und breit nur die ebenfalls allenstehende Jo (Cobie Smulders) lebt. Sie versucht, so unauffällig wie möglich zu leben und sucht wenig Kontakt, doch Alex (Josh Duhamel), ein alleinerziehender Vater und Inhaber des Kaufmannsladens im Ort, hat schnell ein Auge auf sie geworfen. Sie läßt ihn zunächst relativ schroff abblitzen, doch auch sie findet Gefallen an dem etwas unbeholfenen Witwer. So verbringen die beiden immer mehr Zeit zusammen (und auch mit seinen Kindern), und schließlich werden die beiden ein Paar. Doch Kates Geheimnisse, die sie nach Southport verschlagen haben, bedrohen das junge Glück - denn sie heißt gar nicht Kate, und ein Polizist hat sich verbissen an ihre Fersen geheftet...
"Safe Haven" ist der achte Roman von Nicholas Sparks, aus dem ein Kinofilm gemacht wurde, und das von Lasse Hallström ("Cider House Rules", "Chocolat") gedrehte Ergebnis ist der bislang schlechteste Film in einer Reihe mit wenigen Highlights ("Message in a Bottle", "The Notebook") - und ich lege den Begriff hier bereits großzügig aus. Ist die erste Stunde der Geschichte um Kate und Alex noch ganz okay, wenn auch nach Schema F durchformatiert, gehen der Geschichte in der Schlußdreiviertelstunde wirklich sämtliche Gäule durch. Kein Klischee wird ausgelassen, alle Sparks-Standards (z.B. durch Geheimnisse gefährdete Liebe, Briefe mit Relevanz für die Handlung, Nachrichten aus der Vergangenheit bzw. dem Jenseits usw.) werden auf offensichtlichste, platteste und peinlichste Weise abgehakt. Und die Schlußwendung - auch so eine Sparks-Allzweckwaffe ist so schlecht und offensichtlich, daß ich die letzte halbe Stunde verzweifelt gehofft habe, daß er das nicht auch noch bringt. Macht er aber doch. Na, dann brauche ich mich über die flachen Dialoge, die dummen Gesichtsausdrücke und die fehlende Chemie zwischen den Hauptdarstellern ja nicht mehr aufzuregen. (Kasi Mir)
Roughale:

Kasi Mir:


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#945 11. Februar
"The Master" (2012) 10 Tage vor Bundesstart
Der zweite Weltkrieg ist zu Ende, doch bei Freddie (Joaquin Phoenix) hat er Spuren hinterlassen. So hat ihne seine Zeit im Pazifik zu einem sexbesessenen Alkoholiker werden lassen, der seine Gefühle nur schwer unter Kontrolle halten kann. Mit diesen Handicaps ist es natürlich nicht einfach, im Nachkriegs-Amerika Fuß zu fassen, und so kann er keinen Job lange halten und fällt unaufhörlich die Karriereleiter herunter. Eines Abends verschlägt es ihn sturzbetrunken auf ein Schiff, das Lancaster Dodd (Philip Seymour Hoffman) nutzt, um nach New York zu reisen. Dort möchte Dodd seine philosophischen Thesen präsentieren, zu deren Verbreitung er eine Bewegung namens "The Cause" gegründet hat; er findet Gefallen an dem instabilen, naiven, aber bodenständigen Freddie (und an dessen selbstgebrauten Spirituosen). Daher führt er ihn in seine Theorien ein, nach denen die unsterblich Seele jedes Menschen schon in vielen Körpern zu Hause war und man diese Seele durch das Aufdecken und Verarbeiten von Traumata befreien kann. Diese Verarbeitung besteht aus einer Serie von auf den ersten Blick zusammenhanglosen, zum Teil sehr intimen und oft wiederholten Fragen. Freddie ist seinerseits fasziniert Dodd und schließt sich seiner Gruppe an - doch hat er immer noch wenig Kontrolle über seine Emotionen und schießt mit seiner blinden, oft vorauseilenden Gefolgschaft nicht selten weit über das Ziel hinaus. So machen sich die anderen Mitglieder des "Cause" - allen voran Dodds Ehefrau Peggy (Amy Adams), bald Sorgen, ob Freddie der Sache nicht mehr schadet als nützt - doch Dodd will so schnell nicht aufgeben...
Paul Thomas Anderson ("Boogie Nights", "Magnolia", "Punch-Drunk Love") ist ja nicht gerade als der zugänglichste, massenkompatibelste Regisseur der Gegenwart bekannt, und "The Master" ist da keine Ausnahme. Exzellent fotografiert, toll gespielt und mit einem sehr passend verstörenden Soundtrack versehen, ist die lose an den Scientology-Gründer L. Ron Hubbard angelehnte Geschichte zweier völlig unterschiedlicher Männer trotzdem sehr spröde erzählt. Immer wieder reihen sich ziel-, ja wahllos wirkende Handlungsfragmente aneinander, ohne einen wirklicen Handlungsbogen erkennbar werden zu lassen. Das Ganze ist natürlich zumindest teilweise Absicht, weil es auch den letztlich ziellosen Charakter von Freddie untermauert, macht den Film aber phasenweise ziemlich anstrengend, zumal Anderson nicht davor zurückschreckt, z.B. Monotonie bei Freddies "Umprogrammierung" auch durch ausgedehnte Monotonie darzustellen. Für meinen Geschmack ist "The Master" damit etwas zu unnahbar geraten - was meiner Begeisterung für die schauspielerischen Leistungen von Phoenix, Hoffman und Adams keinen Abbruch tut. Trotzdem gefielen mir die oben genannten Filme besser. (Kasi Mir)
emma:

Roughale:

Kasi Mir:


Webvoting:
9% sehr gut
4% gut
13% nett
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33% schwach
27% schlecht
(146 Stimmen)
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#944 4. Februar
"Warm Bodies" 17 Tage vor Bundesstart
R (Nicholas Hoult) ist ein antriebsloser Twen und gammelt die meiste Zeit ziellos am Flughafen seiner Stadt herum. Doch bei ihm ist das mit dem Gammeln wörtlich zu nehmen, und er ist auch beileibe nicht allein, denn eine Zombie-Apokalypse hat vor Jahren die Zivilisation ausgelöscht und eine Welt voller Zombies zurückgelassen. Es gibt noch ein paar Überlebende der Menschheit, die sich in kleinen Schutzzonen selbst eingepfercht haben und dort mehr schlecht als recht zu bestehen versuchen. Immer wieder müssen sie raus in die Wildnis, um dort nach Medikamenten oder anderen Zivilisationsrückständen zu suchen - und immer wieder werden sie dabei von Zombiehorden überfallen, die die Lebenden verspeisen wollen - vor allem das Gehirn. Bei einem dieser Raubzüge verspeist R das Gehirn des Freundes von Julie (Teresa Palmer), und die Erinnerung an die gemeinsame Zeit der beiden löst irgendetwas in ihm aus. Statt Julie ebenfalls zu verspeisen, rettet er sie unbeholfen vor dem Rest der Zombie und nimmt sie mit in sein Quartier in einer alten Linienmaschine. R weiß nicht so recht, wie ihm geschieht, und auch Julie ist nicht nur verängstig, sondern vor allem verwirrt ob des so gar nicht zombiehaften Handlungen ihres wortkargen Retters. Es scheint, als würde Julie in R wieder etwas zum Leben erwecken - doch sie kommen aus verschiedenen welten, die einander rücksichtslos bekämpfen...
Eine Romantic Comedy mit einem Zombie als Protagonisten - darauf muß man erst einmal kommen. "Warm Bodies" ist natürlich überhaupt nicht gruselig. Von Anfang an macht der eloquente innere Monolog von R, der auch als Erzähler fungiert, klar, daß es sich hier um eine relativ harmlose Komödie handelt, auch wenn Shakespeares Tragödie "Romeo & Julia" als grobes Gerüst genutzt wird. Und als Zombie in Liebesnöten macht Nicholas Hoult eine hererweichend unbeholfene Figur. Zudem stimmt die Chemie mit seiner Julie, und viele Einfälle für die gemeinsamen Abeneteuer der beiden sind wirklich lustig. Da fällt es nicht so sehr auf, daß das Handlungsgerüst eher bieder und grob gezimmert daherkommt, Regisseur Jonathan Levine ("50/50") versteht es gut, diese Schwächen zu überspielen und stattdessen die schrägen Situationen in den Vordergrund zu stellen. Alles in allem eine erfreulich originelle Romantic Comedy - ob der Film als Date Movie taugt, weiß ich trotzdem nicht. ;-) (Kasi Mir)
emma:

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Kasi Mir:


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28% sehr gut
31% gut
27% nett
7% mäßig
6% schwach
1% schlecht
(119 Stimmen)
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#943 28. Januar
"Get the Gringo" 31 Tage vor Bundesstart
Zwei Ganoven auf der Flucht, der eine lebt nicht lang, der andere (Mel Gibson) hechtet mit seinem Auto über die Grenze nach Mexiko - und wird dort gleich von den Cops geschnappt, die sich seine Beute unter den Nagel reißen und ihn in das Gefängnis El Pueblito sperren. Schnell merkt er, daß hier nichts so läuft wie nördlich der Grenze; Frauen, Männer und Kinder sind gemeinsam eingesperrt; eine Elite der Gefangenen führt im Inneren die Geschäfte, Drogen und Sex werden offen angeboten. Doch unser Erzähler/Ganove ist anpassungsfähig, und schnell beginnt er, die verschiedenen Fraktionen inner- und außerhalb der Gefängnismauern gegeneinander auszuspielen - dabei verfolgt er einen klaren Plan: er will seine Verfolger (von denen er das Geld entwendet hat) ausschalten, seine Beute von den korrupten Cops zurückerhalten und das Gefängnis verlassen. Sein Plan ändert sich jedoch, als er einen Jungen (Kevin Hernandez) kennenlernt, der für den Obergangster in El Pueblito, Carnal (Roberto Sosa) von besonderem Interesse zu sein scheint...
"Get the Gringo" ist das Regiedebüt von Adrian Grünberg, der als Regieassistent bereits bei "Apocalypto" und "Edge of Darkness" mit Gibson zusammegearbeitet hat; auch das Drehbuch dieser phasenweise sehr albernen Gangsterkomödie haben sie gemeinsam geschrieben. Fast scheint es so, als wollte Mel Gibson "Payback" nochmal neu drehen, aber alle ernsthafteren Szenen entfernen und die Gegenspieler noch unfähiger ausfallen lassen. Tatsächlich sind die diversen anderen Handlungsträger in "Gringo" allesamt naiv, unvorsichtig oder gleich komplett dämlich, und so gerät der namenlose Protagonist nie wirklich in Gefahr. Trotzdem gibt es einige ganz amüsante Szenen, auch wenn viele ihren Witz aus dem "Das kann doch nicht wahr sein"-Effekt beziehen. Aber immerhin, der Film hält das Tempo einigermaßen und langweilt nicht. Alles in allem Ex-und-Hopp-Ware: kann man einmal ansehen, hat man nach ein paar Tagen aber schon wieder vergessen. (Kasi Mir)
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10% sehr gut
48% gut
33% nett
7% mäßig
2% schwach
0% schlecht
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#942 21. Januar
"Frankenweenie" 3 Tage vor Bundesstart
Victor Frankenstein (Charlie Tahan) lebt in einer fast typischen amerikanischen Kleinstadt, doch der Junge gehört nicht zur In-Crowd; dafür ist er nicht sportlich genug und zu wißbegierig, und so verbringt er die meisten Tage mit seinen Experimenten oder mit seinem Hund Sparky. Daher trifft es ihn hart, als Sparky eines Tages bei einem Autounfall ums Leben kommt. Victor ist am Boden zerstört, bis er im Unterricht von Mr. Rzykruski (Martin Landau) von der Bedeutung von Elektrizität bei Lebewesen erfährt. Schnell reift in ihm ein Plan, und ein Gewitter später erweckt er Sparky wieder zum Leben. Natürlich möchte er nicht, daß sein Geheimnis publik wird, doch schnell möchten auch andere Kinder ihre Lieblingstiere zurückholen. Dabei geht dann jedoch alles schief, und die Stadt wird von bösen Monsterbestien heimgesucht...
Der 1984er-"Frankenweenie" war ein witziger Kurzfilm, doch ich hatte immer Zweifel, ob man daraus wirklich einen abendfüllenden Spielfilm würde machen können. Die nun vorliegende Langfassung bestätigt einige meiner Vermutungen - trotz nur 81 Minuten Laufzeit (ohne Abspann) wirkt die Story an einigen Stellen etwas gedreht und wiederholungslastig. Auch weiß der Film mit vielen seiner Figuren nicht wirklich viel anzufangen (Winona Ryders Elsa van Helsing z.B. hat eigentlich überhaupt keine Funktion). Trotzdem macht "Frankenweenie" einfach Spaß; was die Story an Dichte vermissen läßt, macht sie in Anspielungen auf Horrorfilme der letzten 70 Jahre locker wieder wett. Tim Burtons bester Film seit "Big Fish". (Kasi Mir)
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11% sehr gut
23% gut
28% nett
19% mäßig
16% schwach
3% schlecht
(118 Stimmen)
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#941 14. Januar
"The Impossible" (2012) 17 Tage vor Bundesstart
Maria (Naomi Watts) und Henry (Ewan McGregor) Bennet machen zu Weihnachten 2004 wie so viele andere Europäer auch mit ihren drei Söhnen Urlaub in Thailand. Am 2. Weihnachtstag sitzt man gemeinsam am Swimming Pool der nagelneuen Hotelanlage, als plötzlicherst der Strom ausfällt, dann Palmen umknicken und schließlich Wassermassen auf sie zuströmen - ein Tsunami, der alles mit sich reißt und die ganze Insel verwüstet. Von einem Augenblick auf den anderen geht es nur noch ums Überleben - und darum, wieder zusammenzufinden...
"The Impossible" ist eine sehr merkwürdige Mischung; am besten funktioniert der Film in den 25 Minuten der Katastrophe und ihrer unmittelbaren Folgen, hier vermag der Film einen wirklich zu packen - und zu schocken, denn die Verletzungen vor allem von Watts' Maria werden in aller Deutlichkeit gezeigt. Leider verflacht der Film danach zusehends, die Handlung kommt in der zweiten Hälfte fast zum Stillstand, als die überlebenden Familienmitglieder entweder in Lagern oder Krankenhäusern auf Neuigkeiten warten oder sich auf die Suche nach den Angehörigen machen; ganze Subplots eiern auf der Stelle herum, um dann wieder fallen gelassen zu werden. Nur selten blitzt hier die emotionale Direktheit der Katastrohpenszene noch einmal auf, dafür gibt es hölzerne, konstruiert wirkende Dialoge und einen Soundtrack der stellenweise doch sehr aufdringlich wird. Naomi Watts ist für diese Rolle für den Oscar nominiert worden, und zumindest eine halbe Stunde macht sie ihre Sache auch sehr gut; den ganzen Film kann sie damit aber nicht über Mittelmaß heben. Schade. (Kasi Mir)
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10% sehr gut
27% gut
26% nett
25% mäßig
7% schwach
5% schlecht
(97 Stimmen)
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#940 7. Januar
"Flight" (2012) 17 Tage vor Bundesstart
Whip Whitaker (Denzel Washington) ist seit langen Jahren Berufspilot für Passagiermaschinen, weiß auch die Freuden des Lebens zu genießen. So verabschiedet er sich eines Morgens nur wiederwillig von seiner Bettgespielin, nur um sie kurze Zeit später als Flugbegleiterin an Bord seiner Maschine wieder zu begrüßen. Der Routine-Inlandsflug verläuft ganz normal- bis zu dem Moment, da der Landeanflug beginnen soll. Urplötzlich läßt sich die Maschine nicht mehr steuern, und das Flugzeug stürzt wie ein Stein zu Boden. Whitaker behält jedoch die Nerven und schafft es, die Maschine halbwegs zu stabilisieren und eine eine Notlandung auf einem Feld hinzulegen. Extrem ruppig, doch wie durch ein Wunder überleben die meisten Passagiere und Besatzungsmitglieder das Unglück, und Whitaker wird als Held gefeiert. Doch der Held hat noch eine dunkle Seite, die auf keinen Fall ans Licht kommen darf...
Na sowas, Mr. Washington kann ja doch noch eine vernünftige schauspierische Leistung abliefern. Dafür brauchte es allerdings einen Regisseur wie Robets Zemeckis, der mit "Flight" nach über einem Jahrzehnt Motion Capturing wieder einen gewönlichen Spielfilm abliefert. Das Charakterdrama über einen öffentlichen Helden mit tiefen persönlichen Problemen ist kein Meisterwerk, dafür ist die Geschichte im Endeffekt vielleicht etwas zu simpel und auch zu langatmig gehalten. Aber gut erzählt ist sie allemal, und Zemeckis hat immer noch das Gespür für die lichten Momente im Drama und die dramatischen Momente im Lustigen. Der ungewohnt facettenreich spielende Washington wird unterstützt weniger uberraschend guten Supportern in Bruce Greenwood, Don Cheadle und John Goodman, nicht zu vergessen Kelly Reilly als Love Interest. Nur 128 Minuten (ohne Abspann) hätte der Film nicht lang sein müssen - das ist nicht "Cast Away". ;-) (Kasi Mir)
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Kasi Mir:


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16% sehr gut
40% gut
21% nett
10% mäßig
10% schwach
3% schlecht
(88 Stimmen)
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Bewertungsschema

= sehr gut (1) sehr weiterempfehlenswert
= gut (2) empfehlenswert, das Geld für die Kino-Karte ist gut investiert 
= nett (3) kann man sich gut ansehen, wenn nicht im Kino dann auf DVD, guter Durchschnitt
= mäßig (4) nichts Dolles, aber man kann den Film ertragen, schlechter Durchschnitt
= schwach (5) Film mit groben Mängeln, nur schwer zu ertragen
= schlecht (6) absoluter Müll, nicht zu ertragen

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